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EE63614DFFB6DE75FF2BFDABFE6B2B0A.taxon	description	L e c t o t y p u s - (zeithammeri): " Bosnien Trebevic / pr. clavicornis / tenuis var. / patria mihi incognita Ubi? [unleserlich] / piceolus det. Luze / Zeithammeri Bernh. Type / Chicago FMNH M. Bernhauer Collection / LECTOTYPUS Mycetoporus zeithammeri Bern. M. Kocian des. 1997 [rot] / LECTOTYPUS- Mycetoporus zeithammeri Bernhauer des. M. Schülke 2007 [rot] / Mycetoporus altaicus Luze det. M. Schülke 2007 " 1 (FMNH). Hiermit designiert! P a r a l e c t o t y p u s -: " Trebevic Zeithammer / Bosnien ober dem Schutzhaus aus Buchenlaub am 20.7.1902 / Zeithammeri Bernh. Type / Chicago FMNH M. Bernhauer Collection / PARALECTOTYPUS Mycetoporus zeithammeri Bern. M. Kocian des. 1997 [rot] / PARALECTOTYPUS- Mycetoporus zeithammeri Bernhauer des. M. Schülke 2007 [gelb] / Mycetoporus altaicus Luze det. M. Schülke 2007 ", 1 (FMNH). LT (Abb. 1) und PLT (Abb. 4) sind beschädigt. Dem LT fehlen beide Fühler, dem weiblichen PLT der rechte Fühler und die Tarsen beider Hinterbeine. Das rechte mittlere Bein ist neben dem PLT aufgeklebt. Der LT wurde bereits von Kocian genitalpräpariert und als Lectotypus bezettelt. Die von Kocian vorgenommene Designation eines Lectotypus wurde bisher nicht publiziert. BERNHAUER (1902) macht keine Angaben zur Anzahl der ihm vorliegenden Syntypen. Da nicht bekannt ist, ob das gesammte von ihm zur Beschreibung benutzte Material zur Untersuchung vorlag oder weitere Syntypen in anderen Sammlungen existieren und in Bosnien-Herzegowina weitere ähnliche Arten vorkommen, wird der oben genannte männliche Syntypus zu Festlegung des Artnamens als Lectotypus designiert. Der Aedoeagus des LT und die herauspräparierten Abdominalsegmente VIII-X wurden zur Untersuchung in wasserlöslichem Medium neu eingebettet. Messwerte des Lectotypus (in mm): AL: 0,14; KBr: 0,42; HBr: 0,74; HL: 0,67; FBr: 0,78; FNL: 0,55; FSL: 0,73; VKL: 1,63; GL (bis Segment VII): 2,78; AedL: 0,45; MedlL: 0,35. Indizes: KBr / HBr: 0,57; HBr / FBr: 0,95; HBr / HL: 1,10; FBr / FSL: 1,07. U n t e r s u c h t e s M a t e r i a l: Bosnien-Herzegowina: Bosnien, Raduša Planina [ca. 43 ° 52 ’ N, 17 ° 29 ’ E], 25. VI. 1902, ex. coll. Leonhard, 1 Ex. (DEI); Bosnien, Raduša Planina [ca. 43 ° 52 ’ N, 17 ° 29 ’ E], 1902, 3 Ex. (DEI, cSch); Bosnien, Korična [= Koričina?, 43 ° 57 ’ N, 16 ° 56 ’ E], O. Leonhard, 1 Ex. (DEI); Bosnien, Trebevic [ca. 43 ° 49 ’ N, 18 ° 28 ’ E], Bernhauer, 1 Ex. (FMNH). China: Gansu: Dagcanglhamo [= Langmusi], 34 ° 04.6 - 05.1 ’ N, 102 ° 37.7 - 38.1 ’ E, 3464 - 3644 m, 25. VI. 2005, nasser Nadelwald (Picea, Abies, Rhododendron), Nordhang, Detrius und Moos gesiebt, 1, leg. Hájek, Král & Růžička (cSch); Italien: Friuli-Venezia Giulia, Sella Nevea, Rifugio Gilberti, Mt. Canin, 1800 - 1900 m, 28. VI. 2004, leg. Bayer & Wickelmann, 2 Ex. (cSch). D i s k u s s i o n: LT (Abb. 1 - 3) und PLT (Abb. 4 - 5) von M. zeithammeri unterscheiden sich weder ektoskelettal noch genitaliter von M. altaicus. Nach der Beschreibung von BERNHAUER (1902) unterscheidet sich M. zeithammeri von Mycetoporus mulsanti GANGLBAUER 1895 durch das Fehlen von interioren Punktreihen auf den Elytren und das Fehlen des Hautsaumes am Hinterrand von Tergit VII. Die Ausbildung interiorer Borstenpunkte unterliegt bei beiden Arten (M. altaicus und M. mulsanti) einer gewissen Variabilität. Bei M. altaicus besteht sie nur aus wenigen Einzelpunkten oder ist vollständig reduziert, bei M. mulsanti ist meist eine deutliche Punktreihe ausgebildet, Exemplare mit stark reduzierter Beborstung kommen jedoch ebenfalls vor. Ein Hautsaum am Hinterrand von Tergit VII ist bei M. altaicus nicht, bei M. mulsanti meist vorhanden. Es existieren aber auch bei M. mulsanti Exemplare mit reduziertem oder fehlendem Hautsaum. V e r b r e i t u n g Der aus Gansu vorliegende Beleg (Abb. 6) bestätigt die Identität der westpaläarktischen Exemplare mit M. altaicus und die Vermutung, dass es sich um ein sibirisches oder mongolisches Faunenelement handelt. Worauf die Meldung von M. altaicus aus China durch HUA (2002) beruht, ist unbekannt. Der aus Gansu vorliegende Beleg ist der erste sichere Nachweis der Art aus China. Ob es sich bei den von KASTCHEEV (1984) und PSAREV et al. (1999) aus Kasachstan als M. santicensis gemeldeten Exemplaren wirklich um M. altaicus handelt, konnte bisher nicht überprüft werden, ist aber auf Grund der bisher bekannten Verbreitung der Art nicht auszuschliessen. Im europäischen Teil ihres Verbreitungsgebietes besiedelt die Art offenbar mehr Gebirge im südlichen Europa als bisher bekannt. Die aus Bosnien-Herzegowina vorliegenden Exemplare stammen aus unterschiedlichen Teilen des dinarischen Gebirges, zum einen aus der Umgebung von Sarajevo, zum anderen aus dem Westen Bosniens. Die Art könnte auch in den benachbarten Gebirgszügen Kroatiens, Montenegros und Serbiens vorkommen. Aus Italien waren bisher einzelne Exemplare der Art aus den Regionen Marche, Lombardei, Trentino-Alto Adige und Venetien bekannt, aus dem Friaul lagen bisher keine Belege vor.	de	Schülke, M. (2007): Neue Meldungen und ein weiteres Synonym von Mycetoporus altaicus LUZE 1901 (Coleoptera, Staphylinidae, Tachyporinae). Linzer biologische Beiträge 39 (1): 633-636, DOI: 10.5281/zenodo.5412075
