Minuartia flaccida (All.) Schinz et Thellung
publication ID |
https://doi.org/10.5281/zenodo.291815 |
persistent identifier |
https://treatment.plazi.org/id/C678B159-E66F-0271-4440-6D5EFBC1B9A3 |
treatment provided by |
Donat |
scientific name |
Minuartia flaccida (All.) Schinz et Thellung |
status |
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Minuartia flaccida (All.) Schinz et Thellung View in CoL
(M. Villar (s)
ii [Balbis] Wilczek et Chenev., Alsine flaccida [All.] Chiov.), Schlaffe Miere
Ausdauernd, lockerrasig; 8-20 cm hoch. Stengel aufsteigend, verzweigt, im untern Teil mit einzelnen Blattbüscheln, meist mit einzelnen etwa 0,3 mm langen Drüsenhaaren. Blätter 3nervig, spitz, bis 25 mm lang, 6-20mal so lang wie breit, meist mit Drüsenhaaren. Blüten zu 2-4 am Ende der Stengel. Blütenstiele zur Blütezeit 3-6mal so lang wie die krautigen obersten Blätter, meist mit Drüsenhaaren. Kelchblätter 5, lanzettlich, spitz, 3,5-5 mm lang, hellgrün, 3nervig, meist mit Drüsenhaaren. Kronblätter 5, 1-1⅔mal so lang wie die Kelchblätter, am Grunde allmählich verschmälert, weiß. Kapsel ⅔-⅘ so lang wie die Kelchblätter. Samen 0,6-0,8 mm lang, auf der Schmalseite mit kaum 0,1 mm hohen Höckern. - Blüte: Sommer.
Zytologische Angaben. 2n = 26: Material aus den Kottischen Alpen (Favarger 1959Favarger 1962a). Blackburn und Morton (1957) zählten an Material aus Nordwestspanien 2n = 20.
Standort. Montan und subalpin. Felsige, kalkhaltige Stellen. Felsen, Felsschutt.
Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze (westlich): Nordspanische Gebirge, Pyrenäen, südfranzösische Gebirge, Südwest- und Südalpen ( ostwärts bis Aostatal). Verbreitungskarte von Merxmüller (1952). Nach Meusel (1964, mit Verbreitungskarte) auch in west- und zentralasiatischen Gebirgen. - Im Gebiet: Savoyen (Lemanische Alpen, Alpes d’Annecy, Pointe du Colloney, Tarentaise, Maurienne), Aostatal (Valtornenche, Val de Challant, Val de Gressoney; Grajische Alpen); Angaben aus dem Wallis sind nicht richtig (Becherer 1941a), solche aus den Bergamasker Alpen und aus der Adamello-Gruppe (z. B. Tonale) zweifelhaft.
Bemerkungen. Becherer (1928) verwirft den Namen M. flaccida , da die ursprüngliche Beschreibung auf einer bei Kandersteg gesammelten Pflanze beruhe, dort aber unsere Art nicht vorkomme. Nach Halliday (in lit.) muß die Pflanze trotzdem M. flaccida heißen, da sich die ursprüngliche Beschreibung auf eine von Bellardus im Piemont gesammelte Pflanze stützt.
No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.